Weimar in Marokko
5. Mai 2010
6. Mai 2010
7. Mai 2010
8. Mai 2010

Kulturaustausch Marokko–Weimar

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Das jährliche Festival besteht aus folgenden zwei Teilen: 

A. Weimar in Marokko

Marokko hat sich im Laufe seiner Geschichte schon immer anderen Kulturen geöffnet. Aus diesem Geist erwuchs die andalusische Hochkultur, in der die gegenseitige Toleranz der drei monotheistischen Religionen die damalige Blütezeit in Kultur und Wissenschaft ermöglichte. 

Seit Beginn dieses Jahrhunderts, in einer Zeit, in der sich zwischen Orient und Okzident Gräben auftun, betreibt Marokko einen  in der Region beispiellosen, viele Bereiche der Gesellschaft verändernden  Demokratisierungsprozess: eine Reform des Familienrechts stärkt die Rechte der Frau maßgeblich; unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde eine öffentliche Aufarbeitung und Wiedergutmachung für die Opfer der »bleiernen Zeit« durchgeführt; mit der Einrichtung von Sozialkassen und dem Entstehen einer Vielzahl von sozialen Institutionen, wie z. B. Behindertenwerkstätten, Kinderheimen und Frauenhäusern, werden erstmals sozialstaatliche Strukturen aufgebaut; eine Pluralisierung der Medienlandschaft wurde u. a. durch Lizenzvergabe an private Sendeanstalten erreicht; die von der Regierung geförderte strukturelle Entwicklung der einzelnen Regionen des Landes bahnt den Weg in Richtung Föderalismus; nicht zuletzt kommt es durch Förderung der Berbersprachen und -kulturen zu einer Aufwertung des vielfältigen kulturellen Erbes des Landes. 

Marokko ist mit Mut und Vernunft dabei, die von Europa vertretenen demokratischen Werte in seine traditionell islamische Kultur zu integrieren. Das Festival bietet, ausgehend von Weimar, für Deutschland, die Gelegenheit, mit einem islamischen Land in Dialog zu treten, das ganz anders ist, als allgemein erwartet und dessen Bevölkerung, ihrerseits großen Respekt für die Deutschland und dessen kulturelle Werte und Tugenden empfindet. Deshalb ist gerade Marokko prädestiniert, mittels der kulturellen Darbietungen des West Östlichen Diwan Festivals als Katalysator für den kulturellen Dialog zu fungieren und so die »Schwellenangst« vor der islamischen Welt abzubauen. Ein zunehmendes Interesse in der deutschen Gesellschaft an den Entwicklungen in Marokko kann wiederum dazu beitragen, dessen noch fragilen Prozess der Demokratisierung nachhaltig zu festigen und so die Stabilität im euromediterranen Raum zu fördern.

Musik nimmt in der marokkanische Kultur seit jeher einen besonderen Platz ein. Kaum bekannt ist in Deutschland, dass in Marokko die andalusische Musik, eine Mischform aus arabischer und westlicher Musik, besonders gepflegt wird. Die europäische klassische Musik ist hingegen nur einem kleinen Kreis von Marokkanern vertraut. Nur äußerst selten haben sie Gelegenheit, ein großes europäisches Ensemble live zu hören. Umso herzlicher würde das Kammerorchester KlangVerwaltung überall im Land mit der traditionellen marokkanischen Gastfreundschaft empfangen werden. 





4. bis 9. Mai 2010

Das Kammerorchester KlangVerwaltung gastiert in Marokko


Die Veranstaltungsorte und das Programm:

Träger dieses Festivalteils ist das Kammerorchester KlangVerwaltung, das eine Konzertreise mit vier  Konzerten im Partnerland Marokko veranstaltet.  Die Gastspielorte und das Programm für 2010 sind:



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5. Mai 2010

Marrakesch

Marrakesch, entstanden als Kreuzungspunkt und Marktplatz der Karawanen, ist über Jahrhunderte ein Ort des Aufeinandertreffens verschiedenster Kulturen. 

Théâtre Royal, Beginn: 20 Uhr

Johann Sebastian Bach

Contrapunctus I–IV aus der Kunst der Fuge (14:00)

Franz Schubert

Ouverture (8:30)

Rondo A-Dur für Violine und Streicher (14:30)

—Pause—

Felix Mendelssohn

Streichersymphonie Nr. 9, c-moll (32:00)



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6. Mai 2010

Fès

Fès, die alte Universitätsstadt, ist seit 1200 Jahren kulturelles Zentrum und marokkanische Hochburg ehemaliger andalusischer Kultur. Die Stadt gilt auch im heutigen Marokko als Stadt der Musik und ist u. a. Gastgeber für das international bekannte »Festival des Musiques Sacrées«.

Historisches Gebäude der ehemaligen Präfektur, Beginn: 20 Uhr

Johann Sebastian Bach
Contrapunctus I–IV aus der Kunst der Fuge (14:00)

Franz Schubert

Ouverture (8:30)

Rondo A-Dur für Violine und Streicher (14:30)

—Pause—

Felix Mendelssohn

Streichersymphonie Nr. 9, c-moll (32:00)




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7. Mai 2010

Rabat

Rabat, die Hauptstadt mit ihren Ministerien, diplomatischen Vertretungen und internationalen Kulturinstituten (die selbst über das Jahr eine Vielzahl von Konzerten organisieren) besitzt die größte Universität des Landes und verfügt über ein kosmopolitisch ausgerichtetes Publikum, das klassische Musik besonders zu schätzen weiß.

Théâtre Mohammed V, Beginn: 20 Uhr 

Das Konzert am 7. Mai 2010 in Rabat ist zugleich Eröffnungsveranstaltung für das Jubiläum »50 Jahre Goethe Institut in Marokko«

Samuel Barber

Adagio für Streicher (8:30)

Wolfgang Amadeus Mozart

Eine kleine Nachtmusik (26:00)

Franz Schubert

Rondo A-Dur für Violine und Streicher (14:30)

—Pause—

Felix Mendelssohn

Streichersymphonie Nr. 9, c-moll (32:00)




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8. Mai 2010

Casablanca

Casablanca ist mit 5 Millionen Einwohnern die größte Stadt des Landes. Seit 2006 gibt es hier das »Jazzablanca Musikfestival«. Wie es der Name bereits sagt, handelt es sich um ein Jazzfestival mit internationalen Interpreten. Während des Jahres gibt es etwa 12 Festivals in der Stadt.

Théâtre Mohammed VI, Beginn: 20 Uhr

Johann Sebastian Bach
Contrapunctus I–IV aus der Kunst der Fuge (14:00)

Samuel Barber

Adagio für Streicher (8:30)

Franz Schubert

Rondo A-Dur für Violine und Streicher (14:30)

—Pause—

Wolfgang Amadeus Mozart

Eine kleine Nachtmusik (26:00)


Die KlangVerwaltung (Informationen)
Andreas Reiner (Lebenslauf)




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B. Kulturaustausch Marokko–Weimar

Geplant für Oktober 2010

Die Legende von Isli und Tislit

Ein zauberhafter Märchenabend mit

Abdellatif Youssafi, Autor und Sprecher
Hayat Chaoui, Sopran
Malika Reyad, Mezzosopran
Heike Bleckmann, Klavier


Andalusisches Orchester aus Rabat
in Kooperation mit Abdelkrim Bennani Président de l'Association Ribat AlFath



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