2014

 

Nachklang zum persischen Neujahrsfest Nowruz am 12. April 2014 im Festsaal des Stadtschlosses von Weimar
Programm 12. April 2014
Iran 2014
West Östlicher Diwan Weimar zu Gast in Teheran und Schirâs Teheran 4. Oktober 2014 - Milad Tower – Hafis Saal Isfahan Schirâs 8. Oktober 2014 – Stadttheater (Hafez Hall Schirâs)

 


 

Plakat des WÖD

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Nachklang zum persischen Neujahrsfest Nowruz am 12. April 2014 im Festsaal des Stadtschlosses von Weimar

Programm 12. April 2014

 

Festredner Bernd Erbel, seit 2013 Botschafter a.D. (vormals Botschafter in Bagdad, Kairo und Teheran), sprach zum persischen Neujahrsfest „Nowruz“. Das persische Neujahrsfest wird nahezu auf der ganzen Welt gefeiert und gehört zu den ältesten Festen der Menschheit. Aufgrund dieser kulturellen Bedeutung wurde der „Nowruz Tag“ 2010 von der UNESCO in die Liste des Menschheits-Kulturerbe eingetragen. Das Nowruz Fest wird jedes Jahr mit dem astronomischen Frühlingsanfang des iranischen Kalenders am 20. oder 21. März gefeiert. Nowruz (= neuer Tag) ist das älteste Fest in Iran und geht auf vorchristliche Zeiten, bis auf Zarathustra, zurück und wird 13 Tage gefeiert. Ähnlich wie bei uns zu Weinachten der Christbaum nicht fehlen darf, gehören zu den Nowruz Feierlichkeiten auf den Gabentisch jeder Familie Trockenfrüchte, die alle die Stärkung der inneren Organe symbolisieren: Rosinen (Gehirn), Maulbeeren (Herz), Kichererbsen (Nieren), Datteln (Magen), Feigen (Leber), Aprikosen (Verdauung) und Bâsalagh, eine Süßigkeit mit Walnüssen (Harnblase). Zwingend gehören auf jeden Gabentische für das Nowruz Fest ferner die sogenannten „Haft Sin“. Das sind Speisen aus verschiedenen Getreidesorten, dessen Anfangsbuchstaben mit einem „S“ des persischen Alphabets beginnen und die sieben Tugenden der zarathustrischen Religion symbolisieren. Dazu gehören: Sabze, gekeimter Weizen (Wiedergeburt) - Sib, Apfel (Gesundheit) - Serkeh, Essig (Fröhlichkeit, Gelassenheit) - Sir, Knoblauch (Medizin) - Somâk ein persisches Gewürz (das Leben) - Samanu, Pudding aus Weizenkeimen (Segen und Wohlstand) - Senjed getrocknete Früchte vom Oleaster Baum (Liebe). Weiterhin wird der Gabentisch mit folgenden Dingen geschmückt, die alle eine spezielle Symbolkraft haben: Aiineh (Spiegel), für Reinheit und Ehrlichkeit – Ketab (Buch/Koran), für Weisheit - Mahi ghermez (ein schwimmender Goldfisch im Wasserglas), Glückseligkeit - Sekeh (Münze), für Wohlstand - Sham (Kerze), für Feuer - Sonbol (Hyazinthen), für Freundschaft - Tokhm morgh rangi (ein bemaltes Ei), für Fruchtbarkeit. – Und die Zahl 1395? Das ist die Jahreszahl, die auf die islamische Zeitrechnung zurückgeht! Das Jahr Null der islamische Zeitrechnung wurde auf das Jahr 622 n.Chr., als Mohammad von Medina nach Mekka floh, festgelegt, dieses Ereignis wird auch Hidschra genannt.

 

Doren Dinglinger (Violine) und Julian Riem (Piano, Echo Klassik Preisträger 2012) spielten Werke von: Clara Schumann (1819-1896), dem iranischen Komponisten Behzad Ranjbaran (1955….) Perpetuum mobile, Robert Schumann (1810-1856) und die Hommage à Iran von Henry Cowell (1897-1965), die Fantasie Orientale von Rhené-Emmanuel Baton (1879-1940) und die Sonate Es-Dur Opus 18 von Richard Strauss (1864-1940).

 

"Musik ist magisch, inspirierend und verbindet" schwärmt die junge Künstlerin Doren Dinglinger (geboren 1981), die Violine und Viola spielt. Und das ist es, was man in ihren Konzerten erleben darf. Kein Wunder, dass Publikum und Presse bereits von der damals 16-jährigen als "Musikerin der absoluten Sonderklasse" sprachen. Mittlerweile fasziniert die sympathische Künstlerin mit ihrer charismatischen Bühnenpräsenz und der ihr eigenen "innigen, sensiblen Tongebung, die nicht von dieser Welt zu sein scheint" Zuhörer auf der ganzen Welt. Doren Dinglinger tritt sowohl als Solistin, im Rezital und als begeisterte Kammermusikerin auf. Tourneen brachten sie nach Europa, Asien und in die USA. Der Münchner Pianist Julian Riem, 1972 geboren, studierte bei Michael Schäfer an der Musikhochschule in München und bei Michel Béroff am Conservatoire National Supérieur in Paris. Zuletzt setzte er sein Studium in der Solistenklasse von Rudolf Buchbinder an der Basler Musikakademie fort, an der er das Solistendiplom mit Auszeichnung erhielt. Julian Riem gewann internationale Klavierwettbewerbe in Modena, Madrid und Florenz und war Stipendiat des Deutschen Musik–Wettbewerbs. Als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter konzertiert er regelmäßig in Europa, Japan und den USA.
Er spielt im Velit Quartett und im Münchner Horntrio, dem ein Echo Klassik Preis für die beste Kammermusikeinspielung 2012 für die Aufnahme der Horntrios von Brahms, Ligeti und Koechlin bei Farao classics verliehen wurde.
Der iranische Komponist Behzad Ranjbaran, 1955 in Iran geboren, wurde bereits mit 9 Jahren am Konservatorium in Teheran aufgenommen. Nach seiner Übersiedlung in die USA studierte er Komposition an der Indiana University, gefolgt von einem Doktorabschluss an der Juilliard School New York. Dort unterrichtet er seit 1991. Ranjbarans Werke wurden weltweit von Künstlern wie Joshua Bell, Yo-Yo Ma oder Renée Fleming aufgeführt. Viele seiner Werke sind von seinen kulturellen Wurzeln der persischen Kultur und Literatur inspiriert. So sind in seinem romantischen Kompositionsstil iranische Einflüsse sowohl in der Formstruktur als auch in der Klangsprache hörbar.

 


 

Plakat in Teheran

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Iran 2014

zu Gast in Teheran und Schirâs

Teheran 4. Oktober 2014 - Milad Tower – Hafis Saal

 

Der war zu Gast im ausverkauften Hafis Saal (1200 Zuschauer) des Milad Towers von Teheran. Neben den bereits im letzten Jahr in Iran aufgetretenen Solisten Doren Dinglinger (Geige) und Julian Riem (Piano) wurde das Team mit Raphaela Gromes (Cello) zu einem harmonischen Trio vereint. Gemeinsam mit dem berühmten persischen Trio Mohsen Purbakht (Santur), Masua Purbakht (Tombak) und Niusha Barimani (Kamantsche, persische „Geige“) begeisterten die beiden Gruppen das Publikum zu Standing Ovations. „Die blutjunge Cellistin Raphaela Gromes ist eine der schönsten, intensivsten musikalischen Begabungen, die ich seit langem getroffen habe“, urteilt Brigitte Fassbaender nach dem Richard Strauss Wettbewerb 2012, aus dem Raphaela Gromes als Gewinnerin hervorging. Wenige Tage später wurde sie auch mit dem ersten Preis des Kulturkreis Gasteig Wettbewerbes in der Duo-Wertung ausgezeichnet. Zu ihren Wettbewerbserfolgen zählen außerdem der Kulturförderpreis des Landkreises Freising 2010 sowie der Förderpreis des Kulturvereins Ingolstadt 2011. Raphaela Gromes wurde 1991 als Tochter des Cellisten Paares Wilhelm Gromes und Astrid Hedler-Gromes in München geboren. Im Alter von vier Jahren erhielt sie ihren ersten Cellounterricht bei ihrer Mutter, zwei Jahre später auch am Klavier. Das deutsche Programm bestand aus den Werken von: Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847), Sergei Wassiljewitsch Rachmaninov (1873–1943) u.a. mit seinem Orientalischer Tanz, Richard Strauss (1846-1949), Behzad Ranjbaran (*1955 in Teheran), Bohuslav Martinu (1890-1959), Franz Waxman (1906-1967) und dem „Frühling“ von Astor Piazzolla (1921–1992).

 


 

Schirâs © Doren Dinglinger

 

 

Schirâs 8. Oktober 2014 – Stadttheater (Hafez Hall Schirâs)

 

In der ausverkauften „Hafez Hall“ mit etwa 1000 Besuchern präsentierte das deutsche Trio das gleiche Programm wie in Teheran. Auch hier war das Publikum von den Zugaben mit den iranischen Stücken Vatanam und Ey Iran ganz besonders begeistert. Sowohl in Schirâs als auch in Teheran wurden die Workshops mit den jungen iranischen Musikern mit großer Begeisterung aufgenommen. Unser spontan geplanter Auftritt in Isfahan eröffnete dem völlig neue Möglichkeiten mit Iran zu kooperieren. Der Organisationsleiter des internationalen Festivals ICCN (Inter-City Intangible Cultural Cooperation Network) 2014, Alireza Khayyampour, an dem 39 Nationen teilnahmen, bat den , ein zusätzliches Konzert anlässlich der Abschluss-Zeremonien des ICCN-Festivals am 11.10. zu geben. Eine vorzeitige Abreise in Jasd war erforderlich. Bei unserer Ankunft am frühen Morgen des 11.10. in Isfahan teilte Herr Khayyampour dem jedoch leider mit, dass die islamische Führung der Stadt Isfahan den Auftritt von zwei Frauen und einem Mann abgelehnt habe. In aller Eile wurde dann am gleichen Tag in Isfahan noch ein Konzert mit Salar Aghili (ein großer Star in Iran) und seiner Gruppe organisiert.

 

 

Impressionen 2014

West Östlicher Diwan Festival Weimar

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