2015

 

Iranisches Nowruz Konzert - 20. März 2015
Berlin, Otto-Braun-Saal am Potsdamer Platz
Bach grüßt zum persischen Neujahrsfest
Deutsch-Iranisches Doppel-Konzert. Bach-Geburtstag und Persisches Neujahrsfest Nowruz 21. März 2015/1394
Iran – Iranische Juden im Iran
02.09.2015 - Podiumsdiskussion beim ACHAVA Festival
Konzert in Memoriam Armenien
100 Jahre Genozid 1915-2015

17. Oktober 2015 - Kaisersaal - Rathaus, Fischmarkt 1

 

 

Iranisches Nowruz Konzert
20. März 2015

Berlin, Otto-Braun-Saal am Potsdamer Platz

Der ist Gast mit dem iranischen Ensemble Raz aus Jasd in Berlin. Eine Kooperation mit der Kulturabteilung der Iranischen Botschaft und dem Hafez Institut Berlin.

 

 

Bach grüßt zum persischen Neujahrsfest

zu Gast in Teheran und Schirâs

Deutsch-Iranisches Doppel-Konzert. Bach-Geburtstag und Persisches Neujahrsfest Nowruz 21. März 2015/1394

Weimar Festsaal des Stadtschlosses

 

Der 21. März ist im doppelten Sinne ein denkwürdiger Tag: zum einen ehren weltweit die Bachfreunde Bachs Geburtstag und zum anderen begrüßen und feiern die Iraner an diesem Tag das Neue Jahr! Im Sinne des interkulturellen Dialogs veranstaltet der zu diesem Ereignis ein Doppelkonzert mit Künstlern aus der iranischen Wüstenstadt Jasd und Künstlern der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Es spielen: Mykyta Seroff (Oboe), Dagmar Spengler (Cello), Deborah Jungnickel (Violine), Johannes Hupach (Violine), Prof. Gernot Süßmuth (Violine), Prof. Frithjof-Martin Grabner (Kontrabass - Hochschule für Musik Leipzig), Prof. Erich Wolfgang Krüger (Viola) folgende Bachwerke: Konzert für Oboe und Violine d-Moll BWV 1060, Konzert für zwei Violinen d-Moll BWV 1043 Das iranische Ensemble Raz aus Jasd spielt vier iranische Musikstücke mit den Instrumenten Daf, Setar, Tar, Tombak, Santur und Setar. Die Interpreten aus Jasd sind: Ali Omidi (Tar und Setar), Alireza Nezafat (Tombak und Daf ), Omid Anousheh (Santur), Mohammadali Mohtashami Niya (Sänger).

 

 


 

 

Iran – Iranische Juden im Iran 

Podiumsdiskussion beim ACHAVA Festival

Festsaal der Erfurter Staatskanzlei – 02.09.2015

 

Moderation Dr. Klaus Gallas , Diskutanten: Fatima Chahin-Doerflinger (Freiburg), Gründungsmitglied der Städtefreundschaft Freiburg-Isfahan, Dr. Hossein Pur Khassalian (Bonn, Arzt), Iran und Islamkenner, Prof. Dr. Jascha Nemtsov (Weimar), Pianist und Musikwissenschaftler, Mitgründer des ACHAVA Festivals. Der Begriff Jude wird oftmals in Deutschland fälschlicherweise gleichgesetzt mit Israeli. In Iran gibt es Iraner jüdischen Glaubens, so wie es auch Iraner vieler anderer Glaubensrichtungen gibt. Was kaum jemand weiß: Juden in Iran bilden die größte Diaspora in den Länder des Vorderen Orients, sie alle besitzen die iranische Staatsangehörigkeit. Schon das Alte Testament mit den Büchern von Esther und Daniel dokumentieren die uralte Freundschaft zwischen Juden und Iranern. So war Esther u.a. die Frau des persischen Königs Xerxes I. (519-465 v.Chr., Ahasveros) Iraner und Juden sind einander nicht feindlich gesonnen. Der Staat Iran und der Staat Israel ist ein ganz anders Thema. Iranische Juden sind als religiöse Minderheit per Verfassung gleichgestellt mit allen schiitischen Iranern und Andersgläubigen und haben einen gewählten Vertreter im Parlament. Aber sie werden dennoch oftmals in der Gesellschaft von der Regierung auch diskriminiert und schikaniert. Es gibt kein einziges politisches Amt in Iran, das ein einem Jude bekleidet wird. In jüdischen Schulen muss auch Islamkunde (religionskundlicher Islamunterricht) unterrichtet werden.

 


 

PDF-Download: Plakat Konzert in Memoriam Armenien 100 Jahre Genozid

 

 

 

Weimar Musiker der Lizst Musikhochschule Weimar mit der ianische Gruppe aus Jasd und Klaus Gallas © Dr. Gallas

 

 

Konzert in Memoriam Armenien 100 Jahre Genozid 1915-2015

Kaisersaal - Rathaus, Fischmarkt 1

17. Oktober 2015

 

Unter der Schirmherrschaft des armenischen Botschafter Ashot Smbatyan und des Ministerpräsidenten von Thüringen Bodo Ramelow. Am 24. April 2015 hat sich zum einhundertsten Mal die Erinnerung an die Gräueltaten, Massenmorde und Vertreibungen von 1915/1916 gejährt, die die jungtürkische Regierung des Osmanische Reich damals an alle Christen im Osmanischen Reich verübt hat, allen voran der Völkermord an die Armenier. Diesem ersten Genozid des 20. Jahrhunderts fielen etwa anderthalb Millionen Menschen zum Opfer. Retten konnte sich damals nur, wer eine Zwangsislamisierung akzeptiert. Eine große Mitschuld an diese Verbrechen trug damals das Deutsche Reich. Die Bündnistreue mit Istanbul im Ersten Weltkrieg war dem Kaiserreich wichtiger als das Leben der Christen im Osmanischen Reich. Der deutsche Botschafter Walter Rössler in Aleppo schrieb im Sommer 1915 nach Berlin: „Die türkische Regierung hat bewusst versucht, den Untergang möglichst großer Teile des armenischen Volkes mit Mitteln herbeizuführen, die dem Altertum entlehnt waren.“ Regelrecht zynisch reagierte Reichskanzler Bethmann-Hollweg, als seine Diplomaten ihn auf die Massenmorde aufmerksam machten indem er u.a. sagte: „Unser einziges Ziel ist, die Türkei bis zum Ende des Krieges an unserer Seite zu halten, gleichgültig ob darüber Armenier zu Grunde gehen oder nicht…“ Im amtlichen Zensurbuch des Kaiserreiches wurde am 23. Dezember 1915 vermerkt: „Über die armenische Frage wird am besten geschwiegen. […] Alle Ausführungen, die das Ansehen unserer türkischen Bundesgenossen irgendwie herabsetzen könnten, müssen vermieden werden […] Aufsätze über die armenische Frage unterliegen der Vorzensur.“ Nach 101 Jahren hat schließlich auch der Bundestag (nicht die deutsche Regierung!) am 02. Juni 2016 fast einstimmig, trotz massiver Drohungen der Türkei, die Armenien Resolution angenommen. Nicht anwesend bei dieser Abstimmung waren u.a.: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) sowie Vizekanzler und SPD-Chef Sigmar Gabriel …

 

In Erinnerung an diese Ereignisse veranstaltete der mit den armenischen Künstler Lusine Khachatryan (Piano), Mikayel Hakhnazaryan (Cello) und Koryun Asatryan (Saxophon) ein Erinnerungskonzert mit Werken von: Alessandro Marcello (1673-1747) – Komitas Vardapet (1869-1935) – Sergei Rachmaninov (1873-1943) – Arno Babadjanyan (1921-1983) – Eugène Bozza (1905-1991) –Claude Debussy (1862-1918) und Christian Lauba (*1952). Im Mittelpunkt des Konzertes standen die Werke des armenischen Komponisten Komitas Vardapet, der am 24. April 1915, dem „Roten Sonntag“, dem Beginn der Deportation der armenischen Intellektuellen aus Istanbul/Konstantinopel, der als einer der Wenigen den Todesmarsch durch die Wüste überlebte. Zusammen mit acht weiteren Personen wurde er (wahrscheinlich) auf Drängen der amerikanischen Regierung mit großen psychischen Problemen in ein türkisches Militärhospital eingeliefert. Später brachte man ihn nach Paris, wo er 1935 starb. Komitas Vardapet wurde ein Jahr später nach Jerewan überführt, wo er im Pantheon seine letzte Ruhe erhielt. Noch heute wird sein Name in ganz Armenien geehrt.

 

 

Koryun Asatryan

Lusine Khachatryan

Mikayel Hakhnazaryan

West Östlicher Diwan Festival Weimar

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